Rudi Assauer, "Mr.Schalke". Ihn durfte ich auf Einladung persönlich kennenlernen! Seinen späteren Rücktritt als Schalke-Manager tat vielen Schalkern weh! Mit ihm gemeinsam würde ich gern für den FC Schalke 04 arbeiten. Zudem schenkte er mir eine Kiste seiner Zigarren. Glückauf Rudi
"Schalke"- das bedeutet Liebe - Glaube - Leidenschaft. Für viele Millionen Fans ist Schalke mehr als nur ein Fußballverein. Die meisten Menschen im Ruhrgebiet identifizieren sich mit den Erfolgen aber auch Mißerfolgen des Vereins. Schalke ist eine Religion, die auf die Tradition des Knappenclubs zurückzuführen ist. "Auf Schalke" steht für "Auf Kohle geboren."
Als kleiner Junge nahm mich mein Vater gelegentlich mit, zu einem Ballspielverein aus der Nähe von Lüdenscheid-Nord. Nachdem ich ihn mehrmal bat, mit mir nach Schalke zu fahren, konnte ich das Bundesligaspiel in der legendären Glückauf-Kampfbahn gegen Borussia Mönchengladbach miterleben. (1:0 gewonnen) An diesem Tag wußte ich, trotz der Einstellung meines Vaters, dass ich Schalker bin und nur noch die Spiele vom S04 verfolgen wollte. Zum Spiel des Ballspielvereins mußte ich nur noch einmal mit...und zwar gegen meinen S04! Wir gewannen mit 3:0 auf "roter Erde"
Als Jugendlicher entwickelte sich in unserem damaligen Wittener Stadtteil Bommern, ein kleiner Schalke-Fanclub, der mit der Zeit immer größer wurde. Wir fuhren teilweise mit 30 -40 Leuten regelmäßig mit der Straßenbahn, zu den Heimspielen ins Parkstadion. Für uns war jeder Besuch ein Erlebnis, egal ob wir gewonnen oder verloren haben. Wir waren stolz, Schalker zu sein.
Mitte der 80-er Jahre bekam ich eine Einladung zum Probetraining beim S04. Ich fiel aus allen Wolken. Ursprünglich hatten die Scouts vom S04 (Fichtel, Fischer, Koslowski) meinen Bruder auf dem Zettel. Jedoch hatte ich das Glück an diesem Spieltag eine Superleistung gebracht zu haben. Nachdem ich zweimal bei den Profis mittrainierte und weitere 3 Monate bei den Amateuren (unter Klaus Fichtel), entschloss ich mich bei meinem damaligen Verein VfL Witten zu bleiben. Dort spielten wir in der Verbandsliga, während die Schalker Amateure in der Landesliga spielten. Der VfL Witten hatte zudem großen Anteil daran, dass ich als Polizeibeamter von Bonn nach Witten versetzt wurde. Es war mir jedoch eine Ehre von Schalke angesprochen worden zu sein. Das Gefühl, in der Glückaufkampfbahn bzw.am Parkstadion zu trainieren, war schon einmalig und für mich. Ein Höhepunkt in meiner Fußballerkarriere!